GewindeAUFschneider – Wissenswertes rund um Gewindeschneidwerkzeuge

Gewinde zur Anfangszeit der Industrialisierung – Die Anfänge in Deutschland

17. August 2016

Gewinde zur Anfangszeit der Industrialisierung – Die Anfänge in Deutschland

Geschichtlich lässt sich die Herstellung von Muttern und Schrauben ziemlich genau zurückverfolgen. Aufzeichnungen ergaben, dass bereits im Jahre 1680 im rheinländischen Velbert, die ersten großen Produktionen stattfanden. Von da aus expandierte das Wissen nach Cronenberg (Wuppertal, NRW) und Hagen (NRW). Gewinde wurden zu der Zeit von „Kleinschmieden“ gefertigt. Diese arbeiteten zunächst sehr lokal bis die Nachfrage stieg. Die typische Schmied-Ausrüstung bestand aus „Schmiedefeuer mit Blasebalg, Amboß, Hämmern, Zangen, Durchschlägen und Schraubenstöcke“ (Kellermann / Treue 1962, S. 177).

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Die 3 größten Schwachstellen von Schraubenverbindungen

27. Juli 2016

In diesem Blogartikel wollen wir Ihnen die größten Schwachstellen von Schraubenverbindungen aufzeigen.

 

Die meisten Schraubenverbindungen sind stets verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Diese können beispielsweise statische oder dynamische sowie thermische Belastungen sein. Die Belastbarkeit einer Schraube kann unter anderem vom verwendeten Material und ihrem elastischen Verhalten (die Schraube selbst und die verbundenen Teile) abhängig gemacht werden.

Die 3 größten Schwachstellen von Schraubenverbindungen, die zum Dauerbruch führen, sind folgende:

 

  • 1. Im Kopfübergang:

15 % aller Schäden ereignen sich am Übergang vom Kopf zum Schaft. Dies lässt sich nur durch eine bedächtige und sorgsame Arbeitsweise verhindern.

 

 

 

  • 2. Im Gewindeauslauf:

    20 % aller Schäden ereignen sich am Übergang vom Schraubenschaft zum Gewinde. Um diese Schwachstelle zu minimieren, ist es nötig den Gewindeauslauf genau auszurunden.

 

  • 3. Im ersten tragenden Gewindegang:

    Die dritte Schwachstelle ist der erste Gewindegang. 65 % aller Schäden treten an dieser Schwachstelle auf. Dies lässt sich unter anderem dadurch verhindern, dass der Kraftfluss auf alle Gewindegänge übertragen werden soll. Zum einen ist dies durch kegeliges Ausdrehen der Mutter möglich. Eine weitere Maßnahme, die den Kraftfluss besser verteilt, wäre eine Mutter mit Entlastungskerbe.

 

Sollte die Schraube Abbrechen kann ein Schraubenausdreher Abhilfe schaffen. Näheres dazu, finden Sie in diesem Blogartikel:

 

Schraubenausdreher: So können Sie defekte Schrauben ausdrehen!

 

Schraubendreher-Sets finden Sie in unserem Shop:

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Gewindebohrerverlängerungen für Handgewindebohrer nach DIN 377

12. Juli 2016

Verlängerungen für Werkzeuge mit einem Vierkant nach DIN 10

Gewindebohrverlängerungen sind Vierkantaufsätze für verstellbare Windeisen oder Werkzeughalter mit Ratsche, die -wie der Name bereits vermuten lässt- als Verlängerung für Handgewindebohrer mit Vierkantschaft nach DIN 10 dienen. Darüber hinaus können Gewindebohrerverlängerungen für alle anderen Werkzeuge mit Vierkant-Aufnahme verwendet werden (z. B. Schraubenausdreher).

Die Gewindebohrerverlängerungen sind in verschiedenen Längen erhältlich und bestehen aus Stahl. Zudem können diese bei Bedarf zur Verlängerung ineinandergesteckt werden, da Innen- und Außenvierkant einer Verlängerung immer gleich groß sind. Diese werden bei schwer zugänglichen Stellen, wie beispielsweise bei tiefliegenden Innengewinden verwendet.

Zur Anwendung:

Die Gewindebohrerverlängerung wird in das verstellbare Windeisen eingespannt. Während der passende Handgewindebohrer in die Verlängerung eingesteckt wird. Die passenden Maße können Sie unserem eingefügten Bild entnehmen.

Gewindebohrerverlängerungen finden Sie in UNSEREM SHOP

Wichtig:

Es wird zum einen zwischen Gewindebohrerverlängerungen für handbetriebene Werkzeuge und zum anderen für Maschinengewindebohrer unterschieden. Ersteres kann nicht für Maschinen verwendet werden, da die Rundlaufgenauigkeit für Maschinengewindebohrer nicht geeignet sind. Nähere zur Verlängerungen für Maschinengewindebohrer finden Sie in diesem Artikel:

Verlängerungen für Maschinengewindebohrer

 

 

Gewindebohrerverlängerungen finden Sie in UNSEREM SHOP

 

 

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Austauschbare Spannbacken -Schützen Sie Ihr Werkstück und Ihren Schraubstock!

14. Juni 2016

Alle Heimwerker kennen und benutzen Schraubstöcke. Mit Hilfe eines Schraubstocks lässt sich -zwischen zwei Backen- ein Werkstück einspannen und bearbeiten. Üblicherweise ist eine Backe am Schraubstock fest montiert und die Andere ist manuell mit einer Kurbel einstellbar.

Was sind austauschbare Spannbacken?

Damit wir möglichst lange etwas von unserem Schraubstock haben und unsere Werkstücke nicht beschädigen, gibt es -zum Schutz- Schraubstock Schonbacken bzw. Schutzbacken. Diese sind auch unter dem Begriff wechselbare oder austauschbare Spannbacken bekannt.

 

GSR-Info

Synonyme von austauschbaren Spannbacken sind:

Schonbacken

Schutzbacken

Wechselbacken

Ersatzbacken

Klemmbacken

Zusatzbacken

Aufsteckbare Schraubstockbacken

 

Welches Material gibt es für Spannbacken?

In dem heutigen Artikel befassen wir uns genauer mit austauschbaren Spannbacken. Diese haben einen Magnetstreifen an der Unterseite angebracht und lassen sich dadurch am Schraubstock ganz einfach, sicher und rutschfest befestigen. Allerdings gibt es welche, die keinen Magneten haben und mit Schrauben fixiert werden müssen. Schonbacken können sowohl aus Aluminium als auch Kunststoff bestehen. Die Kunststoffvariante ist günstiger und schont das Werkstück. Allerdings ist sie auch brüchiger.

Eine beliebte Materialkombination ist die Schonbacke aus Aluminium mit Gummiprofil.

Die Wahl des Materials und des Profils der Schonbacken ist vom Werkstück abhängig.

 

 

 

Welche Spannbacken-Profile gibt es?

Es gibt unzählige Profile für die verschiedensten Anwendungen und Werkstücke. Im folgenden ein Auszug der wichtigsten Spannbacken-Profile:

 

 

Spannbacken mit glatter Oberfläche

Die glatten Schonbacken werden meistens für die Bearbeitung von feinen und mittelgroben Werkstücken verwendet.

 

Spannbacken mit Längsrillen und/oder Querrillen

Spannbacken mit Rillen bieten eine höhere Haltekraft als glatte Schonbacken.

 

Spannbacken mit Prismen

Prismen-Spannbacken eignen sich besonders zum Einspannen von ovalen und runden Werkstücken wie beispielsweise Rohren, damit diese weder nach oben noch nach unten abrutschen können. Deshalb sind sie auch unter den Namen Rohr-Spannbacken bekannt.

 

Spannbacken mit Gummiprofil

Bei Aluminium-Spannbacken mit Gummibeschichtung bietet die Oberfläche einen erhöhten Grip und erlaubt es sehr empfindliche Werkstücke schonungsvoll, aber dennoch ausreichend fest einzuspannen ohne Abdrücke zu hinterlassen. Die gummibeschichteten Spannbacken gibt es mit allen möglichen Oberflächenmustern.

 

 

Worauf Sie beim Kauf von Schonbacken für Schraubstöcke achten sollten?

Vor dem Kauf von Schonbacken sollten Sie die Backenbreite Ihres Schraubstockes ausmessen um die passende Größe für Sie herauszufinden. Zudem sollten Sie sich gut überlegen, welchen Verwendungszweck Sie für die Schonbacken haben und anschließend das passende Backenprofil auswählen. Die Schonbacken werden immer als Paar verkauft.

 

 

 

 

Aluminium sowie Kunststoff Schonbacken finden Sie UNSEREM SHOP

 

 

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Kernlochbohren – Hilfreiches und Wissenswertes

31. Mai 2016

Hilfreiches und Wissenswertes über das Kernlochbohren

Bevor Sie ein Innengewinde schneiden können, müssen Sie ein Kernloch bohren. Als Kernloch bezeichnet man die Bohrung, in die ein Innengewinde geschnitten wird. Das Kernloch wird mit Hilfe eines Spiralbohrers gebohrt. In diesem Zusammenhang verwendete Synonyme zum Spiralbohrer sind Kernlochbohrer oder auch Kernlochspiralbohrer.

Zur Vorbereitung auf das Kernlochbohren sollten Sie folgendes beachten:

1 . Als Antrieb für einen Spiralbohrer kann eine Standmaschine, ein Akkuschrauber oder eine Elektrobohrmaschine verwendet werden. Achten Sie bitte darauf, dass bei dem Akkuschrauber und der Elektrobohrmaschine, die Stelle in der ein Kernloch gebohrt werden soll, angekörnt wird. So vermeiden Sie ein unnötiges Wegrutschen des Spiralbohrers.

2 . Kernlochbohrungen haben ein bestimmtes, auf das zu schneidende Gewinde, abgestimmtes Maß. Das bedeutet, dass das Kernlochmaß des Spiralbohrers durch den Gewindedurchmesser definiert wird. Die Werte können Sie ganz bequem in UNSERER KERNLOCHMAß-TABELLE einsehen.

 

Eine weitere Möglichkeit das passende Kernloch festzustellen, ist sich an folgende Formel zu orientieren:

Gewindedurchmesser –  Steigung in mm = Kernlochdurchmesser

Zum Beispiel: Bei einem M8 Gewindebohrer beträgt die Steigung 1,25 mm. Sie benötigen einen 6,8 mm Kernlochspiralbohrer. Aufgrund der Formel, ergibt sich folgende Rechnung:

8 mm – 1,25 mm = 6,75 ≈ 6,8                     

Nachdem der richtige Spiralbohrer ausgewählt wurde, kann in die angekörnte Stelle ein Kernloch gebohrt werden.

3 . Dabei darf nicht vergessen werden, vor dem Bohren zu entscheiden, ob ein Durchgangsloch oder ein Sackloch gebraucht wird. Bei einem Durchgangsloch geht der Spiralbohrer komplett durch das Material und kommt unten wieder raus. Beim Sackloch hingegen geht der Spiralbohrer nicht durch das Werkstück. Das Kernloch muss bei Sacklöchern um die Anschnittlänge tiefer als das gewünschte Gewinde vorgebohrt werden. Wir empfehlen Ihnen das Kernloch auf den Gewindedurchmesser abzusenken.

Bitte Beachten Sie die Tiefe des Kernlochs bei Sacklochbohrungen

Die Tiefe des Kernlochs wird durch den Anschnitt des Gewindebohrers definiert.
Näheres hierzu finden Sie in unserem Blogartikel:

Anschnittformen bei Gewindebohrern

 

Kernlochbohrer-Typen

Für ein bestimmtes Material muss ein geeigneter Spiralbohrer verwendet werden. Kernlochbohrer haben einen Drallwinkel von 27 Grad, einen Spitzenwinkel zwischen 118 und 135 Grad sowie einen zylindrischen Schaft. Die Ausführung Typ N ist für normal spanende Werkstoffe geeignet. Man unterscheidet nach den Fertigungsverfahren zwischen rollgewalzten und geschliffenen Spiralbohrern.

Die 3 meistgenutzten Kernlochbohrer-Typen:

1. Geschliffen (= blank)

Bei geschliffenen Spiralbohrern wird die Wendel aus dem vollen gehärteten Material geschliffen. Das dauert länger, aber der Fertigungsprozess führt zu einem besseren Ergebnis hinsichtlich der Rundlaufgenauigkeit und der Präzision des Außen-Durchmessers. Deshalb ist dieser Kernlochbohrer-Typ teurer. Darüber hinaus haben geschliffene Bohrer in der Regel eine blanke Oberfläche und sind mit den Kurzzeichen HSSG versehen.

Anwendung bei: Standardbohrung – Stahl und Stahlguss bis 900 N/mm², Grauguss, Temperguss, Sphäroguss, Sintereisen, Neusilber und Graphit.

2. Rollgewalzt (=schwarz)

Bei den rollgewalzten Bohrern wird der Rohling erhitzt und zu einer Wendel verformt. Das Verfahren ist schnell und somit kostengünstig und das Gefüge des Materials wird erhalten. Die rollgewalzten Bohrer werden brüniert und besitzen eine schwarze Oberfläche. Oft wird die Kurzbezeichnung HSSR verwendet.

Anwendung bei: Standardbohrung – Stahl und Stahlguss bis 800 N/mm², Grauguss, Temperguss, Sphäroguss, Sintereisen, Neusilber und Graphit.

3. Geschliffen HSSE (=amber)

Da Edelstähle härter sind als normale Stähle, verwendet man hier kobaltlegierte Spiralbohrer. Die kobaltlegierten Spiralbohrer enthalten im Material meistens 5% (Bezeichnung HSSE oder HSS Co 5) oder 8 % (Bezeichnung HSSE-Co 8) Kobalt. Die Legierung verleiht dem Material eine höhere Standzeit, Verschleißfestigkeit und Temperaturbeständigkeit.

Anwendung bei: Standardbohrung – legierte und unlegierte Stähle sowie Guss mit über 800 N/mm², hochlegierte Stähle und Vergütungs- bzw. Einsatzstähle.

GSR-Tipp:

Übrigens können Sie am Auslauf der Wendel in Richtung Schaft erkennen, ob der Bohrer geschliffen oder rollgewalzt gefertigt wurde. Bei einem rollgewalzten Bohrer ist der Abgang eher rund ausgeformt durch das Walzrollen Während bei einem geschliffenen Bohrer der Abgang eher scharf ausgeformt ist durch die Schleifscheibe.

(Bild: Schwarz ist weich / Amber ist scharf)

Eine größere Auswahl an Kernlochbohrern mit Anwendungstabelle, finden Sie in UNSEREM KOSTENLOSEN HANDBUCH-BOHREN.

Die passenden Qualitätswerkzeuge finden Sie in UNSEREM SHOP.

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Video-Tutorial: Kegelsenker

24. Mai 2016

In unserem Video-Tutorial erhalten Sie eine Schritt für Schritt Anleitung zum Kegelsenken.

Um Schrauben versenken zu können, muss man nach dem Bohren eine Senkung anfertigen. Während für Senkkopfschrauben eine kegelförmige Senkung benötigt wird, braucht man für Innensechskantschrauben eine plane Senkung. Dafür werden je nach Schraubenart Kegelsenker oder Flachsenker, auch Zapfensenker genannt, eingesetzt.

Kegelsenker haben in der Regel drei axial und radial hinterschliffene Schneiden mit einem Senkwinkel von 90 Grad bzw. 120 Grad und werden aus HSS Material gefertigt. Kegelsenker mit einem Winkel von 60 Grad werden zum Entgraten benutzt.

Gehen Sie zum Kegelsenken wie folgt vor:

  • Schraubenkopf mit Messschieber vermessen
  • Entsprechenden Kegelsenker auswählen
  • Kegelsenkung herstellen
  • Schraube versenken

 

Flachsenker und Kegelsenker erhalten Sie in UNSEREM SHOP

 

 

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Problematiken beim Gewindeschneiden

10. Mai 2016

Heute möchten wir Ihnen mögliche Fehler und Problematiken beim Gewindeschneiden vorstellen. Nicht immer ist der Fehler beim Gewindebohrer zu finden, da Faktoren wie die falsche Anwendung genauso zur Fehlerursache beitragen können wie die Vorrichtung, die Maschine oder das Werkstück. Deshalb finden Sie nachfolgend eine kleine Auflistung der möglichen Fehler und ihrer Ursachen. Die Auflistung ist nicht vollständig und wird zu gegebener Zeit nach und nach ergänzt.

 

Zu enges Gewinde:

  • Gewindebohrer schneidet nicht steigungsgenau
  • Toleranz stimmt nicht
  • Zu starke Zwangsführung

 

Zu großes Gewinde:

  • Anschnitt nicht zentrisch durch fehlerhaftes Nachschleifen
  • Rundlauffehler der Spindel oder Werkzeugaufnahm
  • Versatz vom Gewindebohrer zur Bohrung. falsches Schmiermittel
  • Ungenaue Maschine oder Vorrichtung
  • Spänestau in den Nuten
  • Fehlerhafte bzw. unzureichende Werkstückspannung

 

Schlechte Gewindeoberfläche:

  • Schneidgeometrie des Gewindebohrers ungeeignet
  • Kernloch zu klein

 

Gewindebruch des zu schneidenden Gewindes:

  • Falscher Vorschub
  • Axiales Spindelspiel
  • Zu langer Anschnitt (falscher Gewindebohrer)
  • Steigungsverzug

 

Geringe Standzeit:

  • Schnittgeschwindigkeit zu hoch
  • Falscher Spanwinkel
  • Zusätzliche Oberflächenbehandlung bzw. Beschichtung des Gewindebohrers erforderlich
  • Schmierung falsch oder unzureichend

 

Werkzeugausbrüche:

  • Geometrie des Gewindebohrers ungeeignet
  • Auflaufen des Gewindebohrers auf Grund
  • Überlastung der Anschnittzähne
  • Klemmen beim Rücklauf

 

Bruch des Gewindebohrers:

  • Bohrung zu klein
  • Verschlissener Gewindebohrer
  • Falscher Spanwinkel
  • Zu kurzer Anschnitt (falscher Gewindebohrer)
  • Schnittgeschwindigkeit zu hoch
  • Zu langer Anschnitt

 

Überhitzung des Gewindebohrers:

  • Zu wenig Schmiermittel
  • Verschliessener Gewindebohrer
  • Schnittgeschwindigkeit zu hoch

 

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Bitte scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren.
Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Gewindebohrer und Schneideisen finden Sie in UNSEREM SHOP

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Die 4 bekanntesten Rohrgewindearten im Überblick

28. April 2016

Rohrgewinde sind Verschraubungen, die insbesondere in der Gas- und Wasserinstallation gebraucht werden. In Europa sind die britischen Whitworth-Rohrgewinde (BSP und BSPT) am gebräuchlichsten. Während in den USA die amerikanischen NPT und NPTF üblicher sind. Sowohl die britischen als auch die amerikanischen Rohrgewinde sind Zollgewinde. Das bedeutet, dass die Steigung in Gewindegänge pro Zoll angegeben wird. 1 Zoll entspricht 25,4 mm. Allerdings entsprechen bei den Rohrgewinden die Zollangaben nicht dem Zolldurchmesser (z.B.: BSP 1“ = ca. 33,25 mm). Diese verwirrende Besonderheit hat historische Gründe. Früher war der Innendurchmesser zur Messung der Rohrgewinde wegweisend und dieser betrug eben 25,4 mm. Der Außendurchmesser hingegen zu damaligen Zeit ca. 33 mm. Aber durch Verbesserung der Stahlproduktion und -herstellung war es möglich geworden Rohrwände dünner zu produzieren. Damit bereits vorhandene Installationen, die nach dem Außendurchmesser produziert wurden, nicht komplett ersetzt werden mussten, entschied man sich im Umkehrschluss die Innendurchmesser zu vergrößern.

Bevor wir genauer auf die einzelnen amerikanischen und britischen Rohrgewindearten eingehen, möchten wir zunächst wesentliche Unterschiede und wichtige Begrifflichkeiten zum besseren Verständnis klären.

  • Unterschied zwischen zylindrischem und kegeligem Gewinde

Die Rohrgewinde unterscheiden sich in ihren Formen. Zum einen existiert die zylindrische bzw. parallele Gewindeform und zum anderen das kegelige bzw. konische Gewinde. Im Verlauf des Textes werden wir die Bedeutung der Unterschiede weiter herausarbeiten.

  • Unterschied zwischen selbstdichtendem und nicht selbstdichtendem Gewinde

Zudem gibt es Rohrgewindeverbindungen die selbstdichtend sind, also die ohne Dichtmittel funktionieren. Und Rohrgewinde, die nicht selbstdichtend sind. Diese benötigen Dichtmittel, wie beispielsweise Hanf oder Teflonband um eine Dichtigkeit zu gewährleisten. Auch hierauf werden wir später, bei den einzelnen Gewindearten, genauer eingehen.

Amerikanische Rohrgewinde: NPT und NPTF

Bei den amerikanischen Rohrgewinden möchten wir gerne näher auf das NPT-Gewinde (National Taper Pipe) sowie das NPTF- Gewinde (National Taper Pipe Dryseal) eingehen. Die amerikanischen Rohrgewinde besitzen beide einen Flankenwinkel von 60 Grad. Zudem ist sowohl das NPT als auch das NPTF ein kegeliges bzw. konisches Innen- und Außengewinde. Die amerikanischen Rohrgewinde werden in Zoll angegeben.

1  .  National Taper Pipe (NPT)

Der Gewindetyp National Taper Pipe (NPT) ist ein kegeliges bzw. konisches Rohrgewinde, welches bei Rohrverschraubungen benutzt wird. Das Innen- und Außengewinde sind beim NPT konisch. Das NPT-Gewinde ist nur bei niedrigem Druck selbstdichtend und wenn es nicht stark wechselnden Temperaturschwankungen ausgesetzt wird. Deswegen wird empfohlen zusätzlich mit Dichtmittel zu arbeiten. Es ist in der ANSI B 1.20.1 definiert.

2  .  National Taper Pipe Dryseal (NPTF)

Auch das NPTF ist ein kegeliges bzw. konisches Rohrgewinde (Innen- und Außengewinde), welches allerdings, anders als das NPT, auch bei großem Druck und wechselnden Temperaturen selbstdichtend ist. Es ist in der ANSI B 1.20.3 definiert.

NPT vs. NPTF

Der wesentliche Unterschied zwischen NPT-Gewinde und NPTF-Gewinde ist, dass die Gewindeprofile verschieden sind. Beim NPTF-Gewinde überschneiden sich Innen- und Außengewinde und können deshalb ohne Dichtmittel wirken.

Britische Rohrgewinde :BSP und BSPT

Das britische Whitworth-Rohrgewinde wird in Zoll angegeben und besitzt einen Flankenwinkel von 55 Grad. An dieser Stelle konzentrieren wir uns auf die beiden Gewindearten BSP und BSP.

3  .  British Standard Pipe (BSP/ G)

Das Britisch Standard Pipe ist ein Whitworth-Rohrgewinde und wird mit den Kürzel G versehen. Es ist ein nicht selbstdichtendes Gewinde. Sowohl das Innen- als auch Außengewinde besitzen eine zylindrische bzw. parallele Gewindeform. Erst durch das Zwischenlegen eines Dichtmittels ist es dichtend. Es ist nach der ISO 228 genormt.

4  .  British Standard Pipe Taper (BSPT/ R)

Wohingegen das British Standard Pipe Taper ein kegeliges bzw. konisches Außengewinde und ein zylindrisches Innengewinde hat. Es wird oft mit den Kürzeln R (kegeliges Außengewinde) und Rp (zylindrisches Innengewinde) abgekürzt. Aufgrund dieser Gewindeverbindung ist es in sich selbstdichtend. Es ist nach der ISO 7-1 genormt.

 

Verbindungskombinationen aus G- und R-Gewinde

Kombinationen aus G- und R-Gewinde sind möglich. Allerdings nur in der Verbindungskombination:
Kegeliges R-Außengewinde und zylindrisches G-Innengewinde.

 

Das waren die 4 bekanntesten Rohrgewinde. Haben Sie Fragen zu Gewinden? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

 

 

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Die 13 wichtigsten Gewindearten, die Sie kennen sollten

12. April 2016

Eine Aufzählung der 13 wichtigsten Gewindearten, die Sie kennen sollten

Heute wollen wir Ihnen eine Übersicht der wichtigsten Gewindearten zur Verfügung stellen, die Sie kennen sollten. Aber zunächst möchten wir nochmal eine kleine Einführung zu Gewinde geben und wichtige Begriffe erklären.

Was genau ist ein Gewinde?

Ein Gewinde ist, vereinfacht erklärt, eine profilierte Einkerbung, die wellenartig und kontinuierlich um einen zylinderförmigen Bolzen verläuft.

Wie bereits in unseren Artikeln aus der Rubrik Geschichte des Gewindes beschrieben, sind Gewinde Jahrtausende alt. Gewinde begleiten uns in unserem Alltag. Nicht immer sichtbar. Richtig bewusst nehmen wir gar nicht wahr, welchen Nutzen diese für uns haben. Dabei finden sie überall Verwendung. Beispielsweise bei unseren Kraftfahrzeugen bis hin beim Aufsetzen der Lesebrille. Die Verbindungsstücke erleichtern unser Leben und halten wortwörtlich alles zusammen.

So vielfältig einsetzbar wie sie sind, ergeben sich ganz spezielle Anforderungen und Belastungen an den Gewindestücken. Es wird grundsätzlich unterschieden zwischen:

  1. Befestigungsgewinde
  2. Bewegungsgewinde
  3. Transportgewinde

Befestigungsgewinde ist wahrscheinlich der Gewindetyp, an den die meisten von Ihnen als erstes denken. Sie sind festsitzende Gewinde, wie wir sie bei Schrauben und Muttern vorfinden.

Bewegungsgewinde befinden sich hingegen bei Gewindetypen, die drehende Bewegungen in geradlinige Bewegungen umwandeln.

Transportgewinde finden wir heutzutage bei landwirtschaftlichen Maschinen und bei der Wasserförderung in Form von Schnecken.

Rechtsgewinde (RH) und Linksgewinde (LH)

Üblich sind rechtsdrehende Gewinde (Rechtsgewinde), also Gewinde die sich bei Drehung im Uhrzeigersinn befestigen lassen. Weniger häufig kommen linksdrehende Gewinde (Linksgewinde) vor, die sich gegen den Uhrzeigersinn verschrauben lassen. Diese Verbindung wird immer dann verwendet, wenn vermieden werden soll, dass durch die Eigenbewegung sich das Gewinde lösen könnte. Wie beispielsweise beim linksseitigen Fahrradpedal. Erkennbar ist das Linksgewinde an dem Kürzel LH, während das Rechtsgewinde das Kürzel RH trägt.

Rohrgewinde

Rohrgewinde sind Gewinde, die in der Wasser- sowie Gasinstallation verwendet werden. Die Enden der Rohre können dabei Innen- und Außengewinde besitzen. Zum Einen wird zwischen kegeligen bzw. konischen Rohrgewinden unterschieden, die selbstdichtend sind. Und zum Anderen zylindrischen Rohrgewinden, die nicht selbst dichtend sind und Dichtmittel wie beispielsweise Hanf benötigen. Auf die wichtigsten Rohrgewinde gehen wir in unserer Aufzählung genauer ein.

Warum die unterschiedlichen Gewindearten?

Die unterschiedlichen Gewindearten ergeben sich wegen der historischen Entwicklungen und kulturellen Präferenzen. Zudem gibt es verschiedene Gewindenormen aufgrund besonderer Anforderungen an die Belastbarkeit. Die Gewindeform ist hier ein entscheidender Faktor.

Welche sind die 13 wichtigsten Gewindearten?

Hier wollen wir Ihnen eine Übersicht der 13 wichtigsten Gewindearten aufzeigen. Dabei sind die Gewindetypen nach länderüblichen Typen sortiert. Unsere Liste ist hierbei keinesfalls chronologisch nach Wichtigkeit zu verstehen. Zu den wichtigsten Gewinden gehören:

ISO Gewindearten

Bei den Metrischen ISO Gewindearten werden die Maßangaben stets in Millimeter angegeben. Die Steigung wird berechnet indem der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Zahn gemessen wird.

1 .  Metrisches ISO-Gewinde (M)

Das Metrische ISO-Gewinde ist ein weltweit standardisiertes Gewinde und das wohl bekannteste und meistgebrauchte in Europa. Es ist auch unter dem Namen Regelgewinde bekannt. Die Steigung und der Durchmesser werden in Millimeter gemessen. Der Kennbuchstabe für das Metrische Gewinde lautet M. Der Flankenwinkel beträgt 60 Grad. Des Weiteren ist diese Gewindeart in den DIN 13 und DIN 14 genau definiert. DIN ist das Deutsche Institut für Normung.

2 .  Metrisches ISO-Feingewinde (MF)

Das Metrische ISO-Feingewinde gleicht dem größeren Bruder des Metrischen ISO-Gewindes. Hier lauten die Kennbuchstaben MF und der Flankenwinkel beträgt 60 Grad. Allerdings unterscheiden sich beide in der Steigung.  Das Metrische Feingewinde wird beispielsweise für Uhren gebraucht.

3  .  Stahlpanzerrohrgewinde (Pg)

Das Stahlpanzerrohrgewinde oder auch Panzergewinde (Pg) ist ein historisches Gewinde, das in der Elektrotechnik Verwendung fand und in der DIN 40430 definiert ist. Dieses wird zunehmend von metrischen Gewinden (DIN EN 50262) ersetzt. Der Flankenwinkel beträgt beim Panzerrohrgewinde 80 Grad.

4  .  Trapezgewinde (Tr)

Das Trapezgewinde verdankt seinen Namen dem Profil der Gewindegänge, die die Form eines symmetrischen Trapezes aufweisen. Das Trapezgewinde trägt die Kennbuchstaben Tr und besitzt einen Flankenwinkel von 30 GradEs gibt drei unterschiedliche Normungen. In DIN 103 ist das Metrische ISO-Trapezgewinde definiert. In DIN 380 das flachere Trapezgewinde. Und schlussendlich in DIN 30295 das gerundete Trapezgewinde.

 

Amerikanische Gewindearten

Bei den amerikanischen Gewindearten werden die Maßangaben stets in Zoll angegeben (1 Zoll = 25,4 mm). Der Flankenwinkel beträgt stets 60 Grad. Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen amerikanischen Unified-Gewinden ist die Steigung der Gewindegänge. Diese werden zudem in Gänge pro Zoll angegeben. Um die Steigung zu bestimmen, wird die Anzahl der Gänge auf einem Zoll gezählt.

5  .  Unified National Coarse Thread (UNC)

Das Unified Schraubengewinde ist ein Regelgewinde, das vor allem in den USA Verwendung findet und das amerikanische Pendant zum Metrischen ISO-Gewinde darstellt. Es wird lediglich die Maßeinheit Zoll statt Zentimeter gebraucht. Der Flankenwinkel beträgt – wie beim ISO-Gewinde- 60 Grad.

 

6  .  Unified National Fine Thread (UNF)

Gleiches gilt für den Gewindetyp Unified National Fine, der das amerikanische Feingewinde zum Metrischen ISO-Feingewinde darstellt. Der Flankenwinkel beträgt wie beim UNC 60 Grad.

 

7  .  Unified National Special Thread (UNS)

Der Gewindetyp UNS ist ein Spezialgewinde, welches sich von den anderen Unified- Gewinden in der Steigung unterscheidet. Auch hier beträgt der Flankenwinkel 60 Grad. Dieser Gewindetyp wird unter Anderem bei Mikrofonstativen verwendet.

8  .  National Taper Pipe (NPT)

Der Gewindetyp National Taper Pipe (NPT) ist ein kegeliges bzw. konisches Rohrgewinde, welches bei Rohrverschraubungen benutzt wird. Der Flankenwinkel beträgt hier 60 Grad. Es ist, anders als NPTF, nur bei niedrigem Druck selbstdichtend.

9  .  National Taper Pipe Dryseal (NPTF)

Das NPTF ist ein kegeliges bzw. konisches Rohrgewinde, welches selbstdichtend ist und einen Flankenwinkel von 60 Grad aufweist. Der wesentliche Unterschied zum NPT-Gewinde ist der, dass sich Innen- und Außengewinde überschneiden und deshalb ohne Dichtmittel selbstdichtend wirken können.

 

Britische Whitworth-Gewinde

Das Whitworth-Gewinde ist nach seinem Erfinder Sir Josep Whitworth benannt. Der britische Ingenieur führte 1841 die erste Gewindenormung der Welt ein und beeinflusste damit die Massenproduktion von Gewinden. Das Whitworth-Gewinde wird in Zoll angegeben und besitzt einen Flankenwinkel von 55 Grad. Dieser Gewindetyp ist vor allem im Britischen Königreich verbreitet.

10  .  British Standard Whitworth Coarse (BSW/ WW)

Das Britisch Standard Whitworth ist zum Einen ein Regelgewinde und zum Anderen ein Schraubengewinde. Es wird oft mit dem Kürzel W oder WW abgekürzt. Von der Bedeutung und Verwendung ist es mit dem Metrischen ISO-Gewinde gleichzusetzen. Es wird in Zoll angegeben und hat einen Flankenwinkel von 55 Grad.

11  .  British Standard Fine (BSF)

Das British Standard Fine ist die englische Variante des Feingewindes. Die Bedeutung und Verwendung entspricht dem des metrischen Feingewindes. Auch beim BSF wird das Gewinde in Zoll angegeben und besitzt einen 55 Grad Flankenwinkel.

12  .  British Standard Pipe (BSP/ G)

Das Britisch Standard Pipe ist ein Whitworth-Rohrgewinde. Es ist ein zylindrisches Gewinde und somit nicht selbstdichtend. Es wird mit dem Kürzel G abgekürzt. Eine kleine Besonderheit ist, dass die Zollangabe nicht dem Zolldurchmesser entspricht. Beispielweise: BSP 1“ = ca. 33,25 mm.

13  .  British Standard Pipe Taper (BSPT/ R)

Wohingegen das British Standard Pipe Taper ein kegeliges bzw. konisches Außengewinde und ein zylindrisches Innengewinde hat. Es wird oft mit den Kürzeln R (kegeliges Außengewinde) und Rp (zylindrisches Innengewinde) abgekürzt. Es ist in sich selbstdichtend.

Das waren die 13 wichtigsten Gewindearten, die Sie kennen sollten. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Fehlt eine für Sie wichtige Gewindeart? Scheuen Sie sich bitte nicht uns zu kontaktieren oder uns ein Kommentar zu hinterlassen.

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Werkzeughalter mit Zentrierauge

30. März 2016

Zu unserer Produktneuheit “ Werkzeughalter mit Zentrierauge“ ist jetzt auch ein Video verfügbar, welches die Vorteile des neuen Werkzeughalters aufzeigt.

Die Werkzeughalter befinden sich momentan in der Produktion und werden ab Herbst 2016 verfügbar sein.

Neues aus der GSR-Ideenschmiede – Werkzeughalter mit Zentrierauge

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