Archive for the ‘Allgemein’ Category

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)

Dienstag, 01. August 2017

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)

Vollhartmetall Gewindebohrer gewannen in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit und Bedeutung. Grund hierfür ist, dass mehr und mehr Maschinen in der Fertigung eingesetzt werden. Die Gewindewerkzeuge müssen deswegen beständiger und verschleißfester sein.

Was sind Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)?

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM) werden eingesetzt,  wenn harte Werkstoffe (bis HRC 63) bearbeitet werden, da die Werkzeuge aus Vollhartmetall eine sehr hohe Härte und Verschleißfestigkeit aufweisen, was zu einer hohen Standzeit selbst in schwierigsten Arbeitsumgebungen führt.

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer sind sowohl für Durchgangslöcher (DuLo) als auch Sacklöcher (SaLo) geeignet.

Was ist Vollhartmetall (VHM)?

Vollhartmetall (VHM) ist ein Verbundwerkstoff. Er besteht aus gesinterten, ultrafeinen Carbidhartmetallen. In der Regel werden Wolframkarbide als metallischer Hartstoff und Kobalt als Binder eingesetzt. Korngröße der metallischen Hartstoffe und die Art des Bindes bestimmen die Eigenschaften des Werkstoffs.  
Für  Maschinenewindebohrer wird der Typ  K 44 UF verwendet.
K steht für die Zuordnung zur Werkstoffgruppe, UF steht für Korngröße (ultrafein) und 40 ist eine Kennziffer für den Verschleißwiderstand des Werkstofftyps.

 

Vollhartmetall (VHM) weist folgende physikalischen Eigenschaften auf:

  • Dichte [g/cm³] : 14,05 ± 0,15
  • Härte HRA: 92,5
  • Härte HV 30: 1680
  • Biegebruchfestigkeit [N/mm²]: >4000
  • Korngröße [μ]: Ultrafein ~0,4 – 0,6

Gibt es unterschiede zwischen Vollmetallwerkzeuge (VHM) und Hartmetall (HM)?

Der entscheidene Unterschied zwischen Vollmetallwerkzeuge und Hartmetall ist, dass bei einem VHM Maschinengewindebohrer das komplette Werkzeug aus Vollhartmetall besteht.

Bei Hartmetall Gewindeschneider weisen der Werkzeugkörper und die Schneiden unterschiedliche Werkstoffe auf.

 

 

 

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Oberflächenbeschichtung bei Maschinengewindebohrern und Spiralbohrern

Dienstag, 18. Juli 2017

Die Oberflächenbearbeitung der Gewindebohrer: Oberflächenbehandlung und Oberflächenbeschichtung

 Man unterscheidet zwischen der Oberflächenbehandlung und der Oberflächenbeschichtung. Den Unterschied wollen wir Ihnen näher vorstellen.
Maschinengewindebohrer mit TiN Oberflächenbeschichtung

Verfahren der Oberflächenbehandlung

 

Verfahren der Oberflächenbehandlung

Zur Oberflächenbehandlung zählen folgende Verfahren:

  • Nitrieren
  • Vaporisieren

Das Nitrieren erhöht die Oberflächenhärte des Gewindebohrers. Der Verschleißwiderstand erhöht sich und die Gleiteigenschaften beim Schneiden verbessern sich.

Das Vaporisieren ist eine Dampfbehandlung des Gewindebohrers. Der Gleitwiderstand und die Reibung verringern sich, Kaltaufschweißungen werden vermieden.

 
Maschinengewindebohrer mit TiN Oberflächenbeschichtung eingespannt im Schraubstock

 

Verfahren der Oberflächenbeschichtung 

Zur Oberflächenbeschichtung zählen folgende Verfahren:

  • Titannitrid- Verfahren (TIN)
  • Titancarbonitrid-Schicht  (TiCN)
  • Titan Alumnium Nitrid Beschichtung (TiAIN)

Das Titannitrid- Verfahren (TIN) ist schon lange bewährt. Das Aufbringen erfolgt nach dem CVD Verfahren (chemical vapour depsoition). Hohe Härte, hohe Haftfestigkeit und große Zähigkeit sind die die erwünschten Eigenschaften.

Die Titancarbonitrid-Schicht  (TiCN) weist folgende Eigenschaften auf: sehr hohe Härte, sehr hohe Haftfestigkeit und eine relative hohe Wärmeleitfähigkeit.

Die Titan Alumnium Nitrid Beschichtung (TiAIN) wird bei höheren Temperaturbelastungen und verringerten Kühlmöglichkeiten eingesetzt. Sie wirkt sehr hitzbeständig.

Gewindeschneiden mit Akkuschraubern

Tabelle über Beschichtungsvariaten

Die nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Merkmale der einzelnen Beschichtungsvarianten:

Titannitrid Beschichtung -> (TiN)
Aluminium Titannitrid Beschichtung -> (AlTiN)
Chromaluminium Beschichtung -> (AlCro)

 


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3 wichtige Facts über das verstellbare Windeisen, die Sie wissen sollten

Dienstag, 04. Juli 2017

3 wichtige Facts über das verstellbare Windeisen: Herstellung, Drehmoment und Spannbacken austauschen

Lesen Sie im heutigen Beitrag mehr über die Herstellung, das richtige Drehmoment und wie Sie die Spannbacken am verstellbaren Windeisen austauschen.
Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter im Einsatz beim Gewindebschneiden
 

Zur Aufnahme von Werkzeugen mit Vierkantschaft benötigen Sie ein verstellbares Windeisen. Dort werden die Gewindebohrer oder Schraubenausdreher mit dem Vierkant eingespannt. Wenn Sie ein Windeisen auswählen, sollten Sie darauf achten, dass es nach DIN 1814 hergestellt ist und die Spannbacken gehärtet sind.

 

Herstellung des verstellbaren Windeisens

Der Körper des Halters ist aus Zinkdruckguss oder aus Stahl gefertigt. Für größere Gewindebohrer empfehlen wir Körper aus Stahl. Sie werden im Feingussverfahren hergestellt und anschließend mechanisch bearbeitet. Für die normale Anwendung im Bereich zwischen M3 und M10 genügen aber auch die Windeisen aus Zinkdruckguss. Probleme gibt es nur dann, wenn an kritischen Stellen große Lufteinschlüsse beim Produktionsprozess entstanden sind. Das kann man leider von außen nicht sehen. Beim Produktionsprozess allerdings können die schadhaften Teile durch Wiegen des Rohteils herausgefiltert werden.

Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter

M12 Gewindeschneider eingespannt im verstellbaren Windeisen

Spannbacken beim verstellbaren Windeisen austauschen

Bei häufigem Gebrauch verschleißen die Spannbacken. Sie können aber leicht ausgetauscht werden. Dazu drehen Sie die verstellbare Backe in die Ausgangsposition und schrauben dann den Griff von der gegenüberliegenden Seite ab. Dann können Sie die festen Backe mit einem Körner oder Schraubendreher aus der Halterung herausdrücken. Danach drehen Sie die verstellbare Backe aus dem Gewinde des Griffes heraus, indem Sie die Backe ganz nach außen bewegen durch Drehen des Griffes. Das hört sich jetzt alles schrecklich kompliziert an, ist aber in Wirklichkeit ganz einfach zu handhaben.

Bei einigen Windeisen ist die verstellbare Backe durch eine Schraubverbindung am Griff befestigt. Dann lösen Sie einfach die Schraube in der Backe mit einem passenden Schraubendreher.

 

Drehmoment bei verstellbaren Windeisen

Im Griff des Windeisens befindet sich auf der einen Seite ein Bohrloch. Dort können Sie einen kleinen Metallstift einführen und so die Hebelwirkung beim Festziehen der verstellbaren Backe erhöhen. Und noch ein Warnhinweis: Verlängern Sie die Griffe nicht mit Rohrstücken, um die Hebelwirkung zu erhöhen. Zum Gewindeschneiden reichen die Kräfte, die Sie mit normalen Griffen erzielen können, vollkommen aus. Wenn nicht, dann sollten Sie den Gewindebohrer, das Material oder die Kernlochbohrung überprüfen, aber nicht das Drehmoment erhöhen.

 
Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter bzw. versellbaren Windeisen
 

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Die Gewindetiefe – Was müssen Sie beachten

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Gewindetiefe

Bei der Auswahl des richtigen Gewindebohrers spielt neben der Materialart auch die Bohrungsart eine wichtige Rolle. Zwei Merkmale bestimmen die Kernlochart: die Lochtiefe und die Art des Loches (Durchgangsloch oder Sackloch).

Die Lochart wird meistens durch die technische Gestaltung der Gewindeumgebung bestimmt und ist in der Regel nicht veränderbar. Grundsätzlich gilt bei einem Durchgangsloch, dass die Späne nach unten abgeführt werden können. Hier bietet sich ein Schälanschnitt an. Beim Sackloch müssen die Späne nach oben abgeführt werden. Dabei hat sich die Ausprägung einer Spiralnute bewährt. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Nuten bei Gewindebohrern

Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter

 

Gewindetiefe und Einschraublänge

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Mutter-Gewindebohrer -Was ist eigentlich ein Mutter-Gewindebohrer?

Dienstag, 13. Juni 2017

Kurzes Wiki zum Mutter-Gewindebohrer

 
Mutter-Gewindebohrer mit langem Anschnitt und Werkzeugschaft für Herrstellung von Gewinden bei Muttern

Was ein Mutter-Gewindebohrer und wann kommt dieser zum Einsatz?

Mutter-Gewindebohrer werden zur Herstellung von Muttern mit metrischen ISO-Regelgewinden nach DIN 13-1 eingesetzt. Muttergewindebohrer haben einen sehr langen Anschnitt ( 2/3 der Gewindelänge) und sind für Gewindetiefen bis 1,5 x Nenndurchmesser in kurzen Durchgangslöchern geeignet. Der Zweck der Mutterbohrer mit 2/3 Anschnitt ist die Langlebigkeit (hohe Standzeit) wegen guter Schnittaufteilung. Die Oberfläche des geschnittenen Gewindes ist auch sehr glatt, was bei Muttern, die häufig gelöst werden müssen, sehr wichtig ist. Die Baumaße sind geregelt in der DIN Norm 357 ( für metrisches Iso-Gewinde von M3  bis M 68 ).

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Gewindeformer / Gewindefurcher

Dienstag, 06. Juni 2017

Gewindeformer bzw. Gewindefurcher

Es gibt unterschiedliche Verfahren um ein Gewinde herzustellen (fräsen, formen, bohren, walzen…etc.). Das Gewindeformen oder -furchen ist eine von vielen Methoden. Weitere Methoden zur Gewindeherstellung finden Sie hier: Methoden der Herrstellung von Gewinden.

Gewindeformer Gewindefurcher TiN in unterschiedlichen Größen M3-M12
 

Was ist ein Gewindeformer bzw. Gewindefurcher?

Mit dem Gewindeformer (auch Gewindefurcher genannt) werden spanlos Innengewinde durch Kaltumformung hergestellt. Voraussetzung ist die gute Kaltumformbarkeit des Werkstoffes. Durch die Kanten (Druckstollen) wird das Material zur Seite gedrückt und zu einem Gewinde geformt. Es fallen somit keine Späne an, die Oberfläche ist glatt, die Bearbeitung erfolgt schnell und präzise. …Weiterlesen!>

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Durchgangsloch und Sackloch

Dienstag, 23. Mai 2017

Der Unterschied zwischen
Durchgangsloch und Sackloch

Was ist eigentlich ein Durchgangsloch? Was ist ein Sackloch? Was ist der Unterschied zwischen Durchgangsloch und Sackloch? Auf was muss ich beim Schneiden eines Sacklochs achten? Wir liefern Ihnen Antworten und geben eine Übersicht.

Beim Schneiden eines Innengewindes muss zunächst ein Kernloch mit einem Spiralbohrer vorgebohrt werden (Mehr Infos zum Kernloch hier!). Beim Kernlochbohren unterscheidet man zwischen einem Durchgangsloch und einem Sackloch.

 

Was ist ein Durchgangsloch? Was ist ein Sackloch?

Als Durchgangsloch wird eine Bohrung bezeichnet die durch das gesamte Werkstück durchgeht. Wohingegen beim Sackloch eine Bohrung nicht durch das komplette Werkstück hindurchgeht.  Das Sackloch hat immer nur eine bestimmte Tiefe. Das untenstehende Bild zeigt Ihnen im Querschnitt, sowohl ein Durchgangsloch (Dulo) als auch ein Sackloch (SaLo):

Kernlöcher im Querschnitt: Durchgangsloch (Dulo) und Sackloch (SaLo) werden mit Maschinengewindebohrer geschnitten

Kernlöcher im Querschnitt: Durchgangsloch (Dulo) und Sackloch (SaLo)

Je nachdem für welche Kernlochbohrung man sich entscheidet, benötigt man unterschiedliche Gewindebohrer. Da die Spanabfuhr entweder oberhalb oder unterhalb der Bohrung erfolgen muss um das Gewinde sauber schneiden zu können.

 

Unterschiedliche Gewindebohrer für unterschiedliche Bohrungen

Der linke Maschinengewindebohrer besitzt eine gerade Nute und hat einen Schälanschnitt (Mehr zur Nutenform von Gewindebohrern). Dieser Maschinengewindebohrer eignet sich auschließlich für Durchgangslöcher, da die Späne unterhalb der Bohrung ausgeworfen werden. Logischerweise kann so ein Gewindebohrer nicht für Sacklöcher verwendet werden. Die Späne würden das Sackloch verstopfen und ein sauberes Schneiden unmöglich machen. Im schlimmsten Fall könnte das Gewinde großen Schaden nehmen und der Gewindebohrer abbrechen.

Deshalb empfiehlt man, bei der Bohrung von Sacklöchern, auf einen Maschinengewindebohrer zurück zugreigfen, der eine rechtsgedrallte Spiralnut besitzt und wo die Spanabfuhr deshalb oberhalb der Bohrung erfolgt. Zudem sollte das Kernloch bei Sacklöchern um die Anschnittlänge tiefer als das gewünschte Gewinde vorgebohrt werden.

Kernlöcher im Querschnitt: Bohrung eines Durchgangsloch (Dulo) mit einen gerade genuteten Maschinengewindebohrer und Schälanschnitt

Kernlöcher im Querschnitt: Bohrung eines Durchgangsloch (Dulo) mit einen gerade genuteten Maschinengewindebohrer und Schälanschnitt

Kernlöcher im Querschnitt: Bohrung eines Sackloch (SaLo) mit einem rechtsgedrallten Spiralgewindebohrer

Kernlöcher im Querschnitt: Bohrung eines Sackloch (SaLo) mit einem rechtsgedrallten Spiralgewindebohrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Thema:

Querschnitt: Fertig geschnittenes Gewinde

Querschnitt: Fertig geschnittenes Gewinde

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Amazons Alexa und das Gewinde

Dienstag, 16. Mai 2017

Amazons Alexa und das Gewinde

Amazons Alexa und Gewindeschneidwerkzeuge

Amazons Alexa und Gewindeschneidwerkzeuge

Sie fragen sich bestimmt, was hat Amazons Alexa mit Gewinden zu schaffen?
Das haben wir uns von GewindeAufschneider auch gefragt. Dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle.
Alexa, starte GewindeMaster und frage……

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Handgewindebohrer

Dienstag, 09. Mai 2017

Was ist ein Handgewindebohrer-Satz (HGB)?

Ein Handgewindebohrer-Satz wird benutzt um manuell ein Innengewinde zu schneiden. Normalerweise besteht ein Handgewindebohrer-Satz aus drei Gewindebohrern: Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider. Die Handgewindebohrer besitzen einen Vierkantschaft (Vierkant nach DIN 10) um sicher in Gewindehaltewerkzeuge eingespannt zu werden. Die Handgewindebohrer können in einem verstellbaren Windeisen sowie Haltewerkzeugen mit Ratsche eingespannt werden.

3-teiliger Handgewindebohrer-Satz: Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider

 

 

2-teiliger und 3-teiliger Handgewindebohrer-Satz

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Nuten bei Gewindebohrern

Dienstag, 02. Mai 2017

Nuten bei Gewindebohrern

Maschinengewindebohrer Gewindebohrernuten (Spiralnute, gerade genutet mit Schälanschnitt und gerade genutet)

Gewindebohrernuten (Spiralnute, gerade genutet mit Schälanschnitt und gerade genutet)

Was sind Nuten bei Gewindebohrern?

Eine Nut bei Gewindebohrern wird dazu benötigt, um beim Gewindeschneiden Platz für die Materialabtragung zu machen. Eine Nut kann unterschiedliche, für ihre Verwendung vorgesehene, Formen haben und dadurch das abgetragene Material anders auswerfen. Bei Handgewindebohrer-Sätzen sind alle Gewindebohrer gerade genutet. Bei den Einschnittgewindebohrern sowie Maschinengewindebohrern können alle Nutenformen vorkommen. …Weiterlesen!>

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