Archive for the ‘Allgemein’ Category

Schnittgeschwindigkeit

Dienstag, 17. Oktober 2017

Die richtige Schnittgeschwindigkeit ist wichtig, um gute Arbeitsergebnisse zu erzielen und den Verschleiß des Werkzeugs zu minimieren. Am besten macht man sich die Schnittgeschwindigkeit klar, indem man einen großen Kreis auf ein Blatt Papier zeichnet. Jetzt fahren Sie mit Ihrem Zeigefinger entlang der Linie des Kreises. Sie legen nun einen bestimmten Weg zurück in einem bestimmten Zeitraum. Das ist die Schnittgeschwindigkeit. Sie wird bestimmt durch den Durchmesser des Bohrers und durch die Drehzahl der Bohrmaschine. Bestimmte Materialien verlangen bestimmte Schnittgeschwindigkeiten. Von den Herstellern der Werkzeuge werden die Schnittdaten festgelegt, Dafür gibt es Tabellen. Die wollen wir uns jetzt einmal anschauen:

Umdrehungszahl der Werkzeugspindel U/min bei vorgegebener Schnittgeschwindigkeit

Die Schnittgeschwindigkeit wird angegeben in Meter pro Minute (m/min). Sie hängt ab von dem Werkstoff (z.B. Baustahl) der bearbeitet wird, dem Material des spanenden Werkzeugs (HSS oder HM) und der Art des Prozesses (Bohren/Reiben/Gewindeschneiden).

Die Hersteller der Werkzeuge machen Vorgaben hinsichtlich der Schnittgeschwindigkeit für unterschiedliche Materialien. Grob kann man die Materialen aufteilen in Stahl, Edelstahl (VA), Guss

und NICHT Eisen Metalle. Wichtig: Achten Sie auch darauf, ob die Werkstoffe möglicherweise schon gehärtet sind.

In der Regel kennt man den Werkstoff und auch die Größe des Bohrers. Jetzt muss man herausfinden, welche Drehzahl an der Bohrmaschine eingestellt werden muss. Die Mathematiker unter Ihnen können das mit einer Formel berechnen . Die Formel für die Schnittgeschwindigkeit (m/min) ist:

3,14 mal Durchmesser( mm) mal Drehzahl ( 1/min) x 1m/1000mm)

Jetzt kommen die Mathematiker zum Zug. Sie lösen die Formel nach dem Wert für die Drehzahl auf, denn die interessiert uns:

Drehzahl = Schnittgeschwindigkeit x 1000 geteilt durch Durchmesser x 3,14

Jetzt könnten wir die Schnittgeschwindigkeit und den Durchmesser des Bohrers einsetzen und hätten als Ergebnis die Drehzahl. Beispiel: wir bohren in unlegiertem Werkzeugstahl ein 8 mm Loch. Schnittgeschwindigkeit ist 25 m/ min. (25 m/min) x1000 geteilt durch 8 x 3,14 = 995 u/min.

Keine Sorge: Sie müssen nicht jedes Mal rechnen. Es gibt Tabellen zum Nachschlagen. Dann können Sie sich diesen Rechenvorgang sparen und die Werte, die Sie benötigen, dort direkt ablesen. Wenn Sie das Grundprinzip verstanden haben, dann finden Sie sich in den folgenden Tabellen wunderbar zurecht.

Hier geht es zum lostenlosen GSR Bohrer-Hand

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4 Haltewerkzeuge für Ihren Gewindebohrer

Dienstag, 10. Oktober 2017

Gewindeschneiden mit Akkuschraubern

4 Haltewerkzeuge für Ihren Gewindebohrer, die Sie kennen sollten.

Beim Innengewindeschneiden sollten Sie neben dem Gewindebohrer und dem Werkstück, auch Schneidpaste und insbesondere einen Werkzeughalter bereit halten. Anderweitig könnte sich das Gewindeschneiden sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich gestalten. In diesem Beitrag lesen Sie, was ein Gewinde-Werkzeughalter ist und welche 4  Arten es gibt.

Was sind Gewinde-Werkzeughalter für Gewindebohrer?

Wenn Sie ein Gewinde schneiden wollen, benötigen Sie neben dem Gewindebohrer zudem, als unterstützendes Werkzeug, einen Werkzeughalter. In den Werkzeughalter können Sie den Gewindebohrer  einspannen und mit ausreichendem Drehmoment  das Gewinde schneiden. Üblicherweise wird der Vierkantschaft des Gewindebohrers in das Haltewerkzeug eingespannt. Wir stellen Ihnen im folgenden 4 Haltewerkzeuge für Gewindebohrer vor:

1. Verstellbares Windeisen

Das verstellbare Windeisen ist eines der ältesten und bekanntesten Werkzeughalter für Gewindebohrer.
Das verstellbare Windeisen besteht aus einem Gehäuse aus Zinkdruckguss oder Stahl, in dem zwei gehärtete Spannbacken eingelassen sind. Seitlich sind im Gehäuse zwei Knebel eingeschraubt. Mit einem der beiden Knebel lässt sich, durch auf- und zudrehen, der Gewindebohrer einspannen.

Verstellbare Windeisen: Pulverbeschichtung und Stahl - Haltewerkzeuge zum Gewindeschneiden

2. Werkzeughalter mit Ratsche / Knarre

Der Werkzeughalter mit umschaltetbarer Ratsche / Knarre und T-Griff für Gewindebohrer hat eine Vierkantaufnahme. Der Werkzeugkörper ist verchromt. Die umschaltbare Ratsche / Knarre sorgt für einen Rechts- und Linksgang. Der Griff lässt sich nach Bedarf verschieben. Dadurch gelangt man mit dem Werkzeughalter auch in Winkel oder enge Stellen.

3. Werkzeughalter mit Ratsche UND Zentrierauge

Der Werkzeughalter mit Ratsche UND Zentrierauge ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Werkzeughalters mit Ratsche. Entwickelt wurde dieser Werkzeughalter der besonderen Art in der GSR Gustav Stursberg Ideenschmiede.
Zum genauen Ausrichten und sauberen Schneiden, hat er ein eingelassenes grünes Zentrierauge im Werkzeughalterkopf. Das Zentrierauge wird auch Dosenlibelle genannt.

Haltewerkzeuge zum Gewindeschneiden mit Zentrierauge und Dosenlibelle

4. Gewindeschneid-Adapter

Der Gewindeschneid-Adapter ist das etwas andere Haltewerkzeug. Anders als seine 3 Verwandten, ist der Gewindeschneid-Adapter nicht für den manuellen sondern für einen Akkuschrauber konzipiert. Der Gewindeschneid-Adapter hat eine Vierkantaufnahme für den Gewindebohrer auf der einen Seite und auf der anderen Seite einen Sechskantschaft. Dieser lässt sich in handelsübliche Akkuschrauber einstecken.

Adapter mit einer Vierkantaufnahme und einen Sechskantschaft - Gewindeschneiden mit Akkuschraubern- Haltewerkzeuge

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Gewindebohrer abgebrochen- was kann man machen ?

Dienstag, 19. September 2017

Da abgebrochene Gewindebohrer  meist nur mit sehr großen Kosten und Zeitaufwand entfernt werden können und man vermeiden will, dass das Werkstück  durch die Entfernung des Gewindebohrers beschädigt wird, sollte man versuchen, den abgebrochenen Teil wieder herauszudrehen,

dafür gibt es ein Werkzeug: die Gewindekrone.

Sie wird wie folgt benutzt:

zum Entfernen des abgebrochenen Gewindebohrers führt man die Gewindekrone in die Nuten des Bruchstückes ein. Lässt sich die Gewindekrone nicht einführen, hilft man mit leichten Hammerschlägen nach. Dann wird die Gewindekorne mithilfe eines Windeisen hin- und herbewegt, sodass sich das Bruchstück des Gewindebohrers im Werkstück löst.

Wichtig: kleine Bruchstücke müssen vorher unbedingt entfernt werden, da diese ein Herausdrehen des Gewindebohrers erschweren oder gegebenenfalls die Gewindekrone beschädigen können.

Um den Gewindebohrer hinaus zu drehen, muss entgegen der Gewinderichtung gedreht werden. Bei kleineren Größen ist es ratsam mit Gefühl zu verfahren.

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Gewindearten am Fahrrad: Fahrrad-, Ventil- und Regelgewinde

Dienstag, 12. September 2017

Gewindearten am Fahrrad: Fahrradgewinde, Ventilgewinde und Regelgewinde

Am Fahrrad wimmelt es nur so von Gewinden. Speichen, Achsen, Tretlager, Ventile sind nur einige Komponenten am Fahrrad, in denen Gewinde verbaut sind. In diesem Blogbeitrag lesen Sie über die gängigsten Fahrrad-Gewindearten und Ihre Anwendungsbereiche.

Fahrrad mit vielen Gewindearten

Historische Entwicklung und Herkunft der Fahrrad-Gewinde

Im Laufe der Entwicklung des Fahrrades sind einige Normierungen für diese Komponenten entstanden. Da Fahrräder in aller Welt hergestellt werden, ist die Zuordnung eines Gewindes nicht nur von der jeweiligen Komponente abhängig, sondern insbesondere von der Herkunft des Fahrrades. So z.B. werden bei italienischen Fahrradherstellern, auch italienische Normgewinde verbaut. Diese sind zwar relativ identisch mit gängigen Komponentenherstellern, haben allerdings einen Flankenwinkel von 55°. Bei DIN Gewinden hingegen wird ein Flankenwinkel von 60° eingesetzt.

So kann bei falschverwendetem Flankenwinkel im Schneideinsatz das Gewinde zerstört werden. Es ist daher ratsam, die Gewindebestimmung vor dem Schneiden/Nachschneiden eines Gewindes richtig zu bestimmen.

Mehr zum italienischen, französischen und englischen Fahrradgewinde finden Sie in diesem Beitrag:

 

Die gängigsten Normen der Fahrrad-Gewindearten sind:

  1. Fahrradgewinde (Fg) nach DIN 79012
  2. Ventilgewinde (VG) nach DIN 7756
  3. Das metrische Gewinde nach DIN 13

1. Das Fahrradgewinde (FG) DIN 79012

Das Fahrrad-Gewinde ist ein relativ feines Gewinde, welches jedoch in seiner Definition nicht als Feingewinde bezeichnet wird. Die Gangzahl pro Zoll liegt beim Fahrrad-Gewinde zwischen dem genormten Grob- und Feingewinden nach DIN 13.

Durch die britisch-amerikanische Herkunft dieses Standards sind die Bemaßungen der jeweiligen Gewindegrößen auch nicht sauber in mm angegeben. Die Bezeichnung FG 2 beispielsweise sagt aus, dass es sich bei dieser Größe um den Nenndurchmesser 2 mm handelt. Faktisch bedeutet aber FG 2, dass es sich um einen Nenndurchmesser von 2,096 mm handelt.

Bei der Angabe der Steigung für das Gewindemaß FG 2 wird die Herkunft dieser Norm noch deutlicher:

FG 2-56(56 Gänge /2,54 cm)

Denn im Gegensatz zu metrischen Gewinden wird die Steigung hier in teeth per inch (Gänge pro Zoll) angegeben.

Die gängigsten FG Gewinde sind:

  • FG 2-56 (für Fahrradspeichen)
  • FG 2,3-56 (für Fahrradspeichen)
  • FG 2,6-56 (für Fahrradspeichen)
  • FG 6,35-26
  • FG 7,9-26 (Achsengewinde)
  • FG 9,5-26 (Achsengewinde)
  • FG 14,3-20 (für Pedalgewinde)
  • FG 25,4-24 (für Pedalgewinde)
  • FG 32,8-24
Nenndurchmesser, Außendurchmesser, Kernlochdurchmesser, Gänge pro Zoll und Steigung des Fahrradgewindes (Fg) nach DIN 79012

Technische Tabelle: Fahrradgewindes (Fg) nach DIN 79012

  2. Das Ventilgewinde: VG DIN 7756

Für das Fahrrad gibt es – grob unterschieden folgende gängigen Ventilgewinde. Im folgendem stellen wir Ihnen das Dunlopventil, Sclaverandventil und Schraderventil vor.

Das Dunlopventil:

Der Erfinder war John Boyd Dunlop, gleichzeitig auch Namengeber der bekannten Reifenmarke. Das Dunlop Ventil ist das verbreitetste Ventil in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden. Seinen Einsatz findet es vorwiegend bei Touren und Cityrädern.

Dieses gibt es in zwei Ausführungen:

Zum einen die ältere Variante mit Gummischlauch zum Einpumpen der Luft, welche allerdings große Anstrengungen beim Pumpen mit sich bringt, und zum anderen die heute gängige Variante, bei der das Ventil eine Kugel oder einen Zylinder mit sich bringt. Diese neuere Automatik-Variante wird auch Blitzventil genannt.

Die Felgenbohrung für den Einsatz dieses Ventils muss 8,5 mm betragen und ist für einen maximalen Druck von 6 bar ausgelegt.

Das Sclaverandventil:

Das Sclaverandventil ist auch unter der Bezeichnung französisches Ventil bekannt. Es wird mit einer Felgenbohrung von 6,5 mm eingesetzt und hält einem Druck von 15 bar stand. Daher werden diese Ventile auch vorwiegend in sehr dünnen Reifen, wie beispielsweise bei Rennrädern eingesetzt. Die italienische Bezeichnung dieses Ventiltyps lautet „Presta“.

Das Schraderventil (AV –Auto-Ventil):

Das Schraderventil benötigt ebenso wie das Dunlopventil eine Felgenbohrung von 8,5mm und kann einem Druck von bis zu 6 bar standhalten.

Dieses Ventil wird heute verstärkt verwendet, da die Reifenbreiten sich beim Fahrrad in den letzten Jahrzehnten durch die Einführung von Mountainbikes und Trekkingbikes erheblich vergrößert haben.

Das Außengewinde des Schraderventils misst 7,7 mm (0,302 Zoll) x 32 Gang (VG 8).

Der entscheidende Vorteil dieses Ventiltyps liegt darin, dass er an jeder Tankstelle mit Luft befüllt werden kann.

Die gängigsten Ventilgewinde sind:

  • VG 5
  • VG 5,2
  • VG 6
  • VG 8
  • VG 9,6
  • VG 10
  • VG 12

Wobei sich der Wert jeweils auf den Außendurchmesser des Ventiles bezieht.

3. Das metrische Gewinde DIN 352 (Regelgewinde) bzw. DIN2181 (Feingewinde)

Kleinere metrische bzw. metrisch-feine Gewinde werden vor allem bei folgenden Komponenten am Fahrrad verwendet:

  • Sattelklemmung: MF M8 x 1 Feingewinde
  • Bremsen und Schaltung: M4 x 0,7 Regelgewinde
  • Klemmung, Vorbauschaft und Sattel M8 x 1,25 Regelgewinde
  • Klemmung Vorbau und Sattel M7 x 1 Regelgewinde
  • Kettenblätter M8 x 0,75 Feingewinde
  • Kettenrädchen M6 x 0,75

Größere metrische Gewinde sind für stark tragende Komponenten angedacht:

  • Kurbelbefestigung/Innenlagerachse M12 x 1 Feingewinde
  • Kurbelzug M22 x 1 Feingewinde
  • Tretlagerschalen M35 x 1 rechts und links Feingewinde
  • Kettenradgegenmutter und Kettenradbefestigung M52 x 1 Feingewinde

 

Wie kann ich ein Fahrrad-Gewinde bestimmen?

Zur genauen Bestimmung des Gewindes haben wir eine allgemeine Schritt-für-Schritt Anleitung erstellt:

Kostenlose Fahrrad-Gewinde Tabelle

In unserem Downloadbereich haben wir eine PDF mit technischen Daten rund ums Fahrrad-Gewinde zusammengetragen (Achsen, Gabelschaft, Speichen, Innenlager und Pedale).

Werte wie der Gewindedurchmesser, der Kerndurchmesser, die Steigung sowie die Bezeichnungen helfen Ihnen bei der Gewindebestimmung.

Hier geht es zum kostenlosen Download.

 

 

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Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)

Dienstag, 01. August 2017

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)

Vollhartmetall Gewindebohrer gewannen in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit und Bedeutung. Grund hierfür ist, dass mehr und mehr Maschinen in der Fertigung eingesetzt werden. Die Gewindewerkzeuge müssen deswegen beständiger und verschleißfester sein.

Was sind Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM)?

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer (VHM) werden eingesetzt,  wenn harte Werkstoffe (bis HRC 63) bearbeitet werden, da die Werkzeuge aus Vollhartmetall eine sehr hohe Härte und Verschleißfestigkeit aufweisen, was zu einer hohen Standzeit selbst in schwierigsten Arbeitsumgebungen führt.

Vollhartmetall Maschinengewindebohrer sind sowohl für Durchgangslöcher (DuLo) als auch Sacklöcher (SaLo) geeignet.

Was ist Vollhartmetall (VHM)?

Vollhartmetall (VHM) ist ein Verbundwerkstoff. Er besteht aus gesinterten, ultrafeinen Carbidhartmetallen. In der Regel werden Wolframkarbide als metallischer Hartstoff und Kobalt als Binder eingesetzt. Korngröße der metallischen Hartstoffe und die Art des Bindes bestimmen die Eigenschaften des Werkstoffs.  
Für  Maschinenewindebohrer wird der Typ  K 44 UF verwendet.
K steht für die Zuordnung zur Werkstoffgruppe, UF steht für Korngröße (ultrafein) und 40 ist eine Kennziffer für den Verschleißwiderstand des Werkstofftyps.

 

Vollhartmetall (VHM) weist folgende physikalischen Eigenschaften auf:

  • Dichte [g/cm³] : 14,05 ± 0,15
  • Härte HRA: 92,5
  • Härte HV 30: 1680
  • Biegebruchfestigkeit [N/mm²]: >4000
  • Korngröße [μ]: Ultrafein ~0,4 – 0,6

Gibt es unterschiede zwischen Vollmetallwerkzeuge (VHM) und Hartmetall (HM)?

Der entscheidene Unterschied zwischen Vollmetallwerkzeuge und Hartmetall ist, dass bei einem VHM Maschinengewindebohrer das komplette Werkzeug aus Vollhartmetall besteht.

Bei Hartmetall Gewindeschneider weisen der Werkzeugkörper und die Schneiden unterschiedliche Werkstoffe auf.

 

 

 

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Oberflächenbeschichtung bei Maschinengewindebohrern und Spiralbohrern

Dienstag, 18. Juli 2017

Die Oberflächenbearbeitung der Gewindebohrer: Oberflächenbehandlung und Oberflächenbeschichtung

 Man unterscheidet zwischen der Oberflächenbehandlung und der Oberflächenbeschichtung. Den Unterschied wollen wir Ihnen näher vorstellen.
Maschinengewindebohrer mit TiN Oberflächenbeschichtung

Verfahren der Oberflächenbehandlung

 

Verfahren der Oberflächenbehandlung

Zur Oberflächenbehandlung zählen folgende Verfahren:

  • Nitrieren
  • Vaporisieren

Das Nitrieren erhöht die Oberflächenhärte des Gewindebohrers. Der Verschleißwiderstand erhöht sich und die Gleiteigenschaften beim Schneiden verbessern sich.

Das Vaporisieren ist eine Dampfbehandlung des Gewindebohrers. Der Gleitwiderstand und die Reibung verringern sich, Kaltaufschweißungen werden vermieden.

 
Maschinengewindebohrer mit TiN Oberflächenbeschichtung eingespannt im Schraubstock

 

Verfahren der Oberflächenbeschichtung 

Zur Oberflächenbeschichtung zählen folgende Verfahren:

  • Titannitrid- Verfahren (TIN)
  • Titancarbonitrid-Schicht  (TiCN)
  • Titan Alumnium Nitrid Beschichtung (TiAIN)

Das Titannitrid- Verfahren (TIN) ist schon lange bewährt. Das Aufbringen erfolgt nach dem CVD Verfahren (chemical vapour depsoition). Hohe Härte, hohe Haftfestigkeit und große Zähigkeit sind die die erwünschten Eigenschaften.

Die Titancarbonitrid-Schicht  (TiCN) weist folgende Eigenschaften auf: sehr hohe Härte, sehr hohe Haftfestigkeit und eine relative hohe Wärmeleitfähigkeit.

Die Titan Alumnium Nitrid Beschichtung (TiAIN) wird bei höheren Temperaturbelastungen und verringerten Kühlmöglichkeiten eingesetzt. Sie wirkt sehr hitzbeständig.

Gewindeschneiden mit Akkuschraubern

Tabelle über Beschichtungsvariaten

Die nachstehende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Merkmale der einzelnen Beschichtungsvarianten:

Titannitrid Beschichtung -> (TiN)
Aluminium Titannitrid Beschichtung -> (AlTiN)
Chromaluminium Beschichtung -> (AlCro)

 


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3 wichtige Facts über das verstellbare Windeisen, die Sie wissen sollten

Dienstag, 04. Juli 2017

3 wichtige Facts über das verstellbare Windeisen: Herstellung, Drehmoment und Spannbacken austauschen

Lesen Sie im heutigen Beitrag mehr über die Herstellung, das richtige Drehmoment und wie Sie die Spannbacken am verstellbaren Windeisen austauschen.
Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter im Einsatz beim Gewindebschneiden
 

Zur Aufnahme von Werkzeugen mit Vierkantschaft benötigen Sie ein verstellbares Windeisen. Dort werden die Gewindebohrer oder Schraubenausdreher mit dem Vierkant eingespannt. Wenn Sie ein Windeisen auswählen, sollten Sie darauf achten, dass es nach DIN 1814 hergestellt ist und die Spannbacken gehärtet sind.

 

Herstellung des verstellbaren Windeisens

Der Körper des Halters ist aus Zinkdruckguss oder aus Stahl gefertigt. Für größere Gewindebohrer empfehlen wir Körper aus Stahl. Sie werden im Feingussverfahren hergestellt und anschließend mechanisch bearbeitet. Für die normale Anwendung im Bereich zwischen M3 und M10 genügen aber auch die Windeisen aus Zinkdruckguss. Probleme gibt es nur dann, wenn an kritischen Stellen große Lufteinschlüsse beim Produktionsprozess entstanden sind. Das kann man leider von außen nicht sehen. Beim Produktionsprozess allerdings können die schadhaften Teile durch Wiegen des Rohteils herausgefiltert werden.

Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter

M12 Gewindeschneider eingespannt im verstellbaren Windeisen

Spannbacken beim verstellbaren Windeisen austauschen

Bei häufigem Gebrauch verschleißen die Spannbacken. Sie können aber leicht ausgetauscht werden. Dazu drehen Sie die verstellbare Backe in die Ausgangsposition und schrauben dann den Griff von der gegenüberliegenden Seite ab. Dann können Sie die festen Backe mit einem Körner oder Schraubendreher aus der Halterung herausdrücken. Danach drehen Sie die verstellbare Backe aus dem Gewinde des Griffes heraus, indem Sie die Backe ganz nach außen bewegen durch Drehen des Griffes. Das hört sich jetzt alles schrecklich kompliziert an, ist aber in Wirklichkeit ganz einfach zu handhaben.

Bei einigen Windeisen ist die verstellbare Backe durch eine Schraubverbindung am Griff befestigt. Dann lösen Sie einfach die Schraube in der Backe mit einem passenden Schraubendreher.

 

Drehmoment bei verstellbaren Windeisen

Im Griff des Windeisens befindet sich auf der einen Seite ein Bohrloch. Dort können Sie einen kleinen Metallstift einführen und so die Hebelwirkung beim Festziehen der verstellbaren Backe erhöhen. Und noch ein Warnhinweis: Verlängern Sie die Griffe nicht mit Rohrstücken, um die Hebelwirkung zu erhöhen. Zum Gewindeschneiden reichen die Kräfte, die Sie mit normalen Griffen erzielen können, vollkommen aus. Wenn nicht, dann sollten Sie den Gewindebohrer, das Material oder die Kernlochbohrung überprüfen, aber nicht das Drehmoment erhöhen.

 
Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter bzw. versellbaren Windeisen
 

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Die Gewindetiefe – Was müssen Sie beachten

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Gewindetiefe

Bei der Auswahl des richtigen Gewindebohrers spielt neben der Materialart auch die Bohrungsart eine wichtige Rolle. Zwei Merkmale bestimmen die Kernlochart: die Lochtiefe und die Art des Loches (Durchgangsloch oder Sackloch).

Die Lochart wird meistens durch die technische Gestaltung der Gewindeumgebung bestimmt und ist in der Regel nicht veränderbar. Grundsätzlich gilt bei einem Durchgangsloch, dass die Späne nach unten abgeführt werden können. Hier bietet sich ein Schälanschnitt an. Beim Sackloch müssen die Späne nach oben abgeführt werden. Dabei hat sich die Ausprägung einer Spiralnute bewährt. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Nuten bei Gewindebohrern

Gewindetiefe: GSR Handgewindebohrer M12 eingespannt im Gewindebohrerhalter

 

Gewindetiefe und Einschraublänge

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Mutter-Gewindebohrer -Was ist eigentlich ein Mutter-Gewindebohrer?

Dienstag, 13. Juni 2017

Kurzes Wiki zum Mutter-Gewindebohrer

 
Mutter-Gewindebohrer mit langem Anschnitt und Werkzeugschaft für Herrstellung von Gewinden bei Muttern

Was ein Mutter-Gewindebohrer und wann kommt dieser zum Einsatz?

Mutter-Gewindebohrer werden zur Herstellung von Muttern mit metrischen ISO-Regelgewinden nach DIN 13-1 eingesetzt. Muttergewindebohrer haben einen sehr langen Anschnitt ( 2/3 der Gewindelänge) und sind für Gewindetiefen bis 1,5 x Nenndurchmesser in kurzen Durchgangslöchern geeignet. Der Zweck der Mutterbohrer mit 2/3 Anschnitt ist die Langlebigkeit (hohe Standzeit) wegen guter Schnittaufteilung. Die Oberfläche des geschnittenen Gewindes ist auch sehr glatt, was bei Muttern, die häufig gelöst werden müssen, sehr wichtig ist. Die Baumaße sind geregelt in der DIN Norm 357 ( für metrisches Iso-Gewinde von M3  bis M 68 ).

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Gewindeformer / Gewindefurcher

Dienstag, 06. Juni 2017

Gewindeformer bzw. Gewindefurcher

Es gibt unterschiedliche Verfahren um ein Gewinde herzustellen (fräsen, formen, bohren, walzen…etc.). Das Gewindeformen oder -furchen ist eine von vielen Methoden. Weitere Methoden zur Gewindeherstellung finden Sie hier: Methoden der Herrstellung von Gewinden.

Gewindeformer Gewindefurcher TiN in unterschiedlichen Größen M3-M12
 

Was ist ein Gewindeformer bzw. Gewindefurcher?

Mit dem Gewindeformer (auch Gewindefurcher genannt) werden spanlos Innengewinde durch Kaltumformung hergestellt. Voraussetzung ist die gute Kaltumformbarkeit des Werkstoffes. Durch die Kanten (Druckstollen) wird das Material zur Seite gedrückt und zu einem Gewinde geformt. Es fallen somit keine Späne an, die Oberfläche ist glatt, die Bearbeitung erfolgt schnell und präzise. …Weiterlesen!>

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